Donnerstag, 24. Dezember 2015

Dienstag, 22. Dezember 2015

Zwischen Tradition und Sojamilch-Kuhmagda trifft auf waschechte Österreicher

Ich freu mich ja so, dass ich mal mit einer Bloggerin aus einem anderen Land und einem scharmanten jungen Herrn ein kleines Pojekt starten konnte. Wir beiden Damen haben gebacken und der Herr hat uns beobachtet, gekostet und den Text für uns verfasst:

Chasch no as klä Wasser ichitua? Isch huaratrocha. Was hat sie gsagd? Ob noch a klä Wasser ihetoa kasch. Da könnt noch mehr Zimt rein. As riacht voll intensiv. Chu ga luaga, as goht volli uf! Du söllsch schaua ko! Mir bruachät as Bachtrennpapier! So, jetzt han i se oh ned verstanda.

Wie erfahrene Dialektkenner bereits erahnen, hatten wir kürzlich Besuch aus der Schweiz in unserer WG. Und das war nicht nur sprachlich eine Herausforderung, sondern auch kulinarisch. Wenn nämlich eine Schweizerin, ein Vorarlberger und eine vegan lebende Wiener Sportlerin planen, einen adventlichen Abend miteinander zu verbringen und gemeinsam etwas zu kochen, dann geht es heiß her! Unser Anspruch war nämlich, dass wir etwas für die Jahreszeit traditionelles kochen oder backen. Angesichts der Tatsache, dass die Schweiz und Vorarlberg vor allem für ihren Käse berühmt sind, war es gar nicht so einfach, eine vegane Rezeptidee zu finden. Doch nach einigem (laaaaangen) Grübeln hatten wir die Idee: Ein „Birabrot“, „Birnenzelten“! Nicht nur, dass es super zur Jahreszeit passt und ein typisch traditionelles Gericht ist - nein - man kann es noch dazu vegan und ohne Zucker zubereiten. Ja, die Birnen wurden dann auch noch spontan ausgewechselt durch Früchten.




Zutaten:
500g Hirseflockenmehl
1 Päcklein Hefe
Wasser (nach Gefühl)
getrocknete Datteln
getrocknete Marillen oder auch Aprikosä
Nüsse
getrocknete Birnen

Diverse Weihnachtsgewürze oder ein Lebkuchengewürz mit viel Zimt
Sojamilch zum Bestreichen
In das Mehl wird liebevoll eine Vertiefung gedrückt, in die etwas warmes Wasser hineingegeben wird. Darin wird der Trockengerm aufgelöst. Anschließend alles unter geschickten Schweizer Handgriffen mitsamt den Nüssen und dem Obst zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Bei Bedarf muss hier nach Wiener Genauigkeit etwas Wasser nachgegeben werden (des pickt noch ned, gib noch was dazu), um die gewünschte Konsistenz zu erhalten. Alles gut würzen und nach Vorarlberger Genauigkeit eine Stunde, zwei Minuten und siebenunddreißig Sekunden gehen lassen.
Anschließend das Brot in eine Kastenform geben und bei 170 Grad etwa 50 bis 60 Minuten backen. Nach der Hälfte der Backzeit kann das Brot mit Sojamilch bestrichen werden, damit es oben richtig knusprig wird und aus seinem metallenen Gefängnis befreit werden, damit es rundum braun wird.
Moizeid, an Guata!


Ich empfehle allen mal einen Blick zu Irish Wallace zu werfen. Sie hat für alle Veganer und Nicht-Veganer gute Rezepte für euch bereit. Und falls du noch sportlich Interessiert bis, hat sie der eine oder andere professionelle Tipp auf Lager.


Samstag, 19. Dezember 2015

Wien- Kuhmagda auf Entdeckungstour

Die Stadt der Kaiserin hat mehr zu bieten, als man denkt. Abseits des Kitschs, des Prunks und der verschnörkelten Welt, gibts vieles zu entdecken. Das Museums Quartier ist zwar auch sehr pompös mit all seinen Gebäuden, aber es zelebriert auch das Moderne. Die verschiedenen Angebote an zeitgenössischer Kunst führte mich in eine weitere Welt von Wien. Die Architektur zeigt ein neues Wien. Ich bevorzuge zwar die allten Häusern mit ihren wunderschönen Türen, Toren und grossen Fenstern, jedoch braucht es für die städtische und urbane Entwicklung auch zeitgenössische Gebäude. Einen guten Mix macht es aus. 

Was mich in den Grossstädten auch immer wieder anzieht, sind Graffities, Aufkleber mit Botschafen, Tags, Wandmalereien, Kust am Bau und spezielle Leuchtkreklamen.
Besonders angetan hat mir die Blumenwand an einer Hausmauer. Leider ist die Wirkung auf dem Bild nur halb so aufregend wie in echt. Die Wand war ganz schwarz und die bunten Blumen sind ganz toll durch die Farben hervorgestochen. Irgendjemand hat sich da so viel Zeit genommen und was wunderschönes zu erschaffen.
Political Populism ist eine aktuelle Austellung in der Kunsthalle Wien, die sich mit den medialen Möglichkeiten befasst, Politik und Botschaften zu verbreiten. Spannende Ausstellung! Wer sich in Wien befindet, lege ich es nahe einen kurzen Abstecher in die Kusthalle zu machen.
Als ich gestern an der Donau entlang spazierte wurde mir bewusst wie viele Menschen sich durch ihre Tags und Graffities politische Botschaften verbreiten. Die neusten Schriftzüge sind geprägt durch den aktuellen Flüchtlingsstrom.
Ich hoffe, dass ich euch einen weitern Einblich mit geben konnte von Wien.
Nun sitze ich am Flughafen, während ich euch von den letzten Eindrücke meines Urlaubes berichte. 
Wenn ich dann in der Schweiz angekommen bin, darf ich behaupten meinen ersten Urlaub ganz alleine mit Flug war eine tolle Erfahrung. Und ganz ehrlich hat es mir so viele Horizonte geöffnet in meiner Selbständigkeit. Jeder, der dies noch nie gemacht hat. Es ist wundervoll und einzigartig! 

Freitag, 11. Dezember 2015

Im siebten Himmel

Kennt ihr das? Ihr biegt in eine unscheinbare Gasse ein und landet im siebten Himmel? Gestern habe ich vor einem weiteren geplanten Museumstag einen zauberhaften Laden besucht. Bereits am Dienstag habe ich ihn entdeckt, aber nur vom Schaufenster aus "geschmöckert". Die Fenster sind liebevoll mit Tannenkränzen verziert und das Ladenschild verrät es: Du betrittst den siebten Himmel!
Ein paar Stufen runter musst du gehen, bevor du ins Seifenparadis gelangst. 
Die sehr sympathische Inhaberin begrüsst einem mit eine lieben Hallo, anschliessend bewunderte ich die vielen Seifen. Durch die Blumen ähmm Seifen habe ich mitbekommen, dass alles Handarbeit ist. Kaum zu glauben. Nebst den Seifen gibt es im siebten Himmel auch viele andere wunderbare Entdeckungen unter anderem  schöne Tassen, Spezialitäten, Weihnachtsdekorationen, Kosmetik.

Falls jemand Wien besucht. Der süsse Laden müsste auf eurer Favouritenliste stehen. Aber der kleine Hacke an der Geschichte ist es er hat nur um die Weihnachtszeit geöffnet. Aber meine Mäuschenohren haben mitbekommen, dass die Ladenöffnungszeiten vielleicht etwas ausgeweitet werden. Es ist der Wahnsinn, was die Inhaberin für einen unglaublichen Aufwand betreibt für eine so kurze Zeit, wo der Laden geöffnet ist. Chapeau! Was für ein Glück, dass ich nun dieses Zeitfenster nicht verpasst habe.

Nach dem du die Treppen wieder hoch gegangen bist kommst du zurück auf die "Erde". Und kannst noch einwenig durch die Gassen des Spittelberges ziehen und es einfach geniessen. Übrigens findest du in den Gassen noch zahlreiche andere tolle Geschäfte und wie ich Hier schon bereichtet habe, findet einen schönen Weihnachtsmarkt statt. Hier könnt ihr, falls ihr mit eueren Männern unterwegs seit, sie abstellen und ihnen eine Tasse Glühwein spendieren. Ja, einfach so, damit ihr genüsslich und ungetresst in den siebten Himmel könnt. Ev. noch ein Taschengeld zum Glühwein abgeben, einfach nur so, falls eure Abwesenheit etwas längern dauern würde. 

Wenn ihr nicht gerade sofort die Möglichkeit habt, euren Koffer zu packen und nach Wien zu reisen, dann führt der siebte Himmel auch einen Webshop. Es lohnt sich da einen Blick hinein zu werfen.

Nun wünsch ich euch allen einen geglückten Start in das Wochenende und am Sonntag dürft ihr schon die dritte kerze anzünden. Wie die Zeit vergeht.

Herzliche Grüsse immer noch direkt aus Wien.
Eure Kuhmagda  .

Kuhmagda findet ihr auch auf Facebook: Hier führt euch den Weg dahin! 

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Jüdisches Museum in Wien

Der zweite Tag in Wien gehörte dem Jüdischen Museum. Die Sonderausstellung Juden und ihr die Möglichkeit eine Universität zu besuchen in Wien. Die Ausstellung wurde aufgrund des 650 jährigen Jubiläum der Uni Wien gemacht. Zum denken angeregt hat mich die Ausstellung sowie so. Wie so oft frage ich mich, warum Bildung nicht für alle Menschen ausnahmslos zu steht? Warum hängt so viel von Religionen, Geld, Reichtum und Macht ab? Noch nicht lange her wurden die Studienplätze auch in unseren Breitengraden den Frauen verwehrt. Und wie ich heute mitbekommen haben, wurden anfangs 20. Jahrhundert erste Frauen endlich aufgenommen, jedoch weiterhin stark diskriminiert. Nicht selten wurden männliche Studenten gut benotet, während Frauen, trotzt exzellenter Leistung schlecht abgeschnitten haben.
Das Jüdische Museum besteht aus zwei Teilen in verschiedenen Häusern. Das Hauptgebäude war mein heutiges Ziel. Der Eintritt gilt für beide Häuser und ist vier Tage gültig. Das kommt mir gerade gelegen, denn ich brauch immer etwas Zeit bis ich so einen Museumsbesuch verdaut habe. Vorallem wenn es eine Ausstellung mit viel Hintergrundinformationen ist. Geht es euch auch so? Kennt ihr das auch?
Der spätere Nachmittag gehörte dem durch die Gassen-Schlendern und neue Orte zu entdecken. Ich bewunderte die kreative Weihnachtsdekorationen in der Stadt. Musst ich doch an das total strategisch ausgeklügelte Weihnachtsbeleuchtungssystem meines Wohnortes denken. Alles muss passen und abgestimmt sein. Hier, in Wien hat es in jeder Gasse und Strasse eine komplett andere Beleuchtung und das macht es spannend. 
Was ich in den grösseren Städte immer so liebe sind die Eingangstüren und die Hinterhöfe. Nicht selten spaziere ich einfach-sofern die Türen bzw. Tore offen sind in die Hinterhöfe. Oft staune ich nicht schlecht, was für Orte ich da antreffe. Teilweise sind sie so liebevoll gestaltet. Wie kleine Gärten mit Pflanzen. 

Gute Nacht wünsch ich euch aus Wien.
Kuhmagda

Dienstag, 8. Dezember 2015

Herzilein in Wien

Wer von euch Lieben war schon mal in Wien? Ja, ich blogge gerade direkt aus dieser wunderschönen Hauptstadt Österreichs. Wien, die Stadt der Kaiserin. Bisschen Kitsch, eiskalter Wind, Punschduft in der Nase, Nebelschleier um die geschichtsträchtigen Gemäuern-so kann ich ganz schlicht den heutigen Tag beschreiben. Zwischen den zahlreichen Weihnachtsmärkten, die eher etwas zu konventionel wirken, findet ein hübscher Markt beim Spitttelberg statt. Mit den kleiden Holzhäussen entlang den Gässchen wirkt der Markt heimmelig und geschmacksvoll. 
Aufgefallen ist mir, dass die Wiener ihre Marroni in Stückzahl verkaufen und nicht sie nach Gramm anpreisen. Kennst ihr das auch? Mir fallen immer wieder kleine Details auf, die mich zum Schmunzeln bringen.

Zwischen den Weihnachtsmärkten erblickte ich auch das eine oder andere hübsche Lädchen. Ein Laden ist mir bessonders aufgefallen. Herzilein-die etwas andere Papeterie. Schon der Eingang hat mich magisch angezogen. Der Laden führt unter anderem ein feines und ausgewähltes Angebot an schönen Papeterieartikel wie Notizbücher, Stempel, Geschenkspapiere, Karten.
Nebst den Papeterieartikel führt das Herzliein eine traumhafte Auswahl an Taschen und Tücher/Schals. Ich kann euch nun noch Zeile für Zeile davon schwärmen, wie toll der Laden ist. Aber damit ihr euch ein Bild machen könnt, habe ich euch ein paar Fotos geknips.
Wohin mich der Weg morgen hin führen wird, steht noch in den Sternen. Was ich euch aber versprechen werde, dass es eine kleine kulinarische Blogkooperation mit Wien geben wird. Aber mehr dazu in den nächsten Tagen. 
Falls jemand von euch noch einen oder mehrere gute Tipps hat, was man in Wien nicht verpassen darf, dann freu ich mich sehr.

Nun sende ich euch liebe Grüsse aus Wien.
Kuhmagda