Dienstag, 22. Dezember 2015

Zwischen Tradition und Sojamilch-Kuhmagda trifft auf waschechte Österreicher

Ich freu mich ja so, dass ich mal mit einer Bloggerin aus einem anderen Land und einem scharmanten jungen Herrn ein kleines Pojekt starten konnte. Wir beiden Damen haben gebacken und der Herr hat uns beobachtet, gekostet und den Text für uns verfasst:

Chasch no as klä Wasser ichitua? Isch huaratrocha. Was hat sie gsagd? Ob noch a klä Wasser ihetoa kasch. Da könnt noch mehr Zimt rein. As riacht voll intensiv. Chu ga luaga, as goht volli uf! Du söllsch schaua ko! Mir bruachät as Bachtrennpapier! So, jetzt han i se oh ned verstanda.

Wie erfahrene Dialektkenner bereits erahnen, hatten wir kürzlich Besuch aus der Schweiz in unserer WG. Und das war nicht nur sprachlich eine Herausforderung, sondern auch kulinarisch. Wenn nämlich eine Schweizerin, ein Vorarlberger und eine vegan lebende Wiener Sportlerin planen, einen adventlichen Abend miteinander zu verbringen und gemeinsam etwas zu kochen, dann geht es heiß her! Unser Anspruch war nämlich, dass wir etwas für die Jahreszeit traditionelles kochen oder backen. Angesichts der Tatsache, dass die Schweiz und Vorarlberg vor allem für ihren Käse berühmt sind, war es gar nicht so einfach, eine vegane Rezeptidee zu finden. Doch nach einigem (laaaaangen) Grübeln hatten wir die Idee: Ein „Birabrot“, „Birnenzelten“! Nicht nur, dass es super zur Jahreszeit passt und ein typisch traditionelles Gericht ist - nein - man kann es noch dazu vegan und ohne Zucker zubereiten. Ja, die Birnen wurden dann auch noch spontan ausgewechselt durch Früchten.




Zutaten:
500g Hirseflockenmehl
1 Päcklein Hefe
Wasser (nach Gefühl)
getrocknete Datteln
getrocknete Marillen oder auch Aprikosä
Nüsse
getrocknete Birnen

Diverse Weihnachtsgewürze oder ein Lebkuchengewürz mit viel Zimt
Sojamilch zum Bestreichen
In das Mehl wird liebevoll eine Vertiefung gedrückt, in die etwas warmes Wasser hineingegeben wird. Darin wird der Trockengerm aufgelöst. Anschließend alles unter geschickten Schweizer Handgriffen mitsamt den Nüssen und dem Obst zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Bei Bedarf muss hier nach Wiener Genauigkeit etwas Wasser nachgegeben werden (des pickt noch ned, gib noch was dazu), um die gewünschte Konsistenz zu erhalten. Alles gut würzen und nach Vorarlberger Genauigkeit eine Stunde, zwei Minuten und siebenunddreißig Sekunden gehen lassen.
Anschließend das Brot in eine Kastenform geben und bei 170 Grad etwa 50 bis 60 Minuten backen. Nach der Hälfte der Backzeit kann das Brot mit Sojamilch bestrichen werden, damit es oben richtig knusprig wird und aus seinem metallenen Gefängnis befreit werden, damit es rundum braun wird.
Moizeid, an Guata!


Ich empfehle allen mal einen Blick zu Irish Wallace zu werfen. Sie hat für alle Veganer und Nicht-Veganer gute Rezepte für euch bereit. Und falls du noch sportlich Interessiert bis, hat sie der eine oder andere professionelle Tipp auf Lager.


Kommentare:

  1. Da ich Zucker nicht gut vertrage, bin ich immer auf der Suche nach leckeren Rezepten ohne Zucker.
    Das Birabrot werde ich in der Weihnachtszeit ausprobieren.
    Lieben Dank fürs teilen.
    Karin

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  2. Das habe ich natürlich alles bestens verstanden :D. Eine lustige Kooperation habt ihr da gemacht. Leider mag ich Bire- und Früchtebrot nicht, das ist einfach nicht meins. Lieber Brot und Früchte schön getrennt :D. Aber hauptsache euch hat's geschmeckt :). Schöne Weihnachten liebe Kuhmagda.

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  3. Frohe Weihnachten. Lass Dir gut gehen. LG Sunny

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  4. Es gibt so wahnsinnig viele wunderbare Weihnachtsgebäcke, nur leider kann ich einfach nicht alle essen. :-) Fröhliche Weihnachten! Regula

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  5. Hehe, ich hab natürlich alles verstanden. :-) Toll euer Projekt.
    Ich wünsche dir wunderbare Weihnachten und alles Gute für das neue Jahr. Bleib gesund, liebe Tamina.
    Herzlichst
    Gabriela

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  6. Wow, liebe Kuhmagda, was für eine gute Idee! Essen und Kochen verbindet Länder! Sind das alles Freunde von dir? Wenn ja - finde ich das einfach toll!!! Euer Birabrot schaut superlecker aus!
    Alles Liebe Karen

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